Das Institut für Personengeschichte (IPG) in Bensheim wurde 1967 von dem Genealogen Friedrich Wilhelm Euler als „Institut zur Erforschung historischer Führungsschichten“ gegründet. Heute ist es ein unabhängiges geschichtswissenschaftliches Forschungsinstitut, das von der Stiftung für Personengeschichte getragen wird.
Arbeitsschwerpunkte sind die Erforschung einzelner Personen und Personengruppen in ihrem historischen Umfeld, insbesondere in den Bereichen Genealogie, Biographie und Prosopographie. Das Institut untersucht soziale und politische Führungsschichten, Familien, Berufs- und konfessionelle Gruppen sowie deren Einbindung in historische Zusammenhänge. Der zeitliche Schwerpunkt reicht vom späten Mittelalter bis zur Gegenwart, mit besonderem Fokus auf den europäischen bzw. deutschsprachigen Raum.
Das IPG verfügt über eine umfangreiche Fachbibliothek und verschiedene Sondersammlungen. Die Bibliothek umfasst derzeit rund 79.000 Bände, darunter historische Druckwerke, genealogische und biographische Literatur, etwa 350 Familienverbandszeitschriften sowie 65 frühneuzeitliche Handschriften, vor allem Wappen- und Stammbücher. Hinzu kommen Vor- und Nachlässe, archivalische Forschungsunterlagen zu Personen, Familien, Firmen und Institutionen sowie besondere Sammlungen, etwa zu Judaica und zur Geschichte von Akademikern.
Damit bildet das Institut eine bedeutende Forschungs- und Dokumentationsstätte für Personen-, Familien- und Gruppengeschichte und stellt seine Bestände auch für wissenschaftliche Forschungsarbeiten zur Verfügung.
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